Tirol: Sicherheitskonzept nach Steinschlagereignis in Weißwald im Pitztal

Am Abend des 12. November 2020 ereignete sich östlich des Weiler Weißwalds in der Gemeinde Sankt Leonhard im Pitztal ein Steinschlagereignis bei dem ein ca. 5 Tonnen schwerer Block über die Landesstraße L16 vordrang.

Befliegung und Beurteilung der Abbruchstelle

Im Zuge einer Befliegung und Beurteilung der Abbruchstelle durch die Landesgeologie wurde südlich der Abbruchstelle ein ca. 600 m² großer, stark aufgelockerter Blockverband rund 400 m über dem Talboden festgestellt. Im Anschluss daran wurden in diesem Bereich Laserscans durchgeführt sowie ein Messsystem mit Fernübertragung installiert. Zudem erfolgte eine geologische Begutachtung durch Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung vor Ort. Darauf aufbauende Steinschlagsimulationen zeigen eine deutliche Gefährdung des Siedlungsraumes von Weißwald und der Landesstraße.

Aufgrund der potentiellen Gefährdung musste die Landesstraße kurzfristig gesperrt werden.

Zufahrt zu Weiler bleibt gesperrt

Die Zufahrt zum Weiler Weißwald bleibt jedoch bis auf Weiteres gesperrt. Es wurde ein Radarwarnsystem installiert, mit dem eine Ampelanlage gesteuert wird. Damit wird auch eine nächtliche Befahrbarkeit der L16 wieder möglich sein.

Vom Baubezirksamt Imst wird eine alternative Zufahrt zum Weiler Weißwald geplant und mit der Realisierung begonnen. Seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung werden derzeit dauerhafte Schutzmaßnahmen geprüft.

Veröffentlicht am 27.11.2020, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/4)

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