Niederösterreich: Lokale Starkregenereignisse

Zu den zunehmend beobachtbaren Phänomenen des Klimawandels gehört neben der signifikanten Erhöhung von Hitzetagen auch eine Zunahme von regionalen, oft nur sehr kleinräumigen, dafür aber äußerst heftigen Starkregenereignissen.

Diese Ereignisse sind oft unter unserer Wahrnehmungsschwelle, weil sie vorrangig für lokalen massiven Oberflächenwasserabfluss sorgen, aber größere Gerinne gar nicht erst anspringen.

In den Nachmittagsstunden des 31. Juli 2019 war der Leiter der Sektion Wien, Niederösterreich und Burgenland Christian Amberger von der Wildbach- und Lawinenverbauung mit so einem Ereignis in der Gemeinde Mailberg im Bezirk Hollabrunn konfrontiert.

Hier kam es im Zuge eines lokalen Starkregenniederschlages (rund 70 mm in 20 Minuten laut Angaben der Freiwilligen Feuerwehr) zu Überflutungen im Ortsgebiet. Die Zuständigkeit der Wildbachverbauung liegt darin, dass in diversen Lößrunsen, -also durchwegs Kleinsteinzugsgebieten- in den Einhängen einst Schutzverbauungen durchgeführt wurden, die Vorflut selber wird von der Bundeswasserbauverwaltung betreut.

Die Maßnahmen der Wildbachverbauung haben sich gut bewährt und ein größeres Schadausmaß verhindert, einzig im Bereich eines Absetzbeckens kam es zu einer Wasserwegigkeit im Feinmaterialkörper und zu einem niemals angenommenen punktuellen Wassereintritt in einen Keller. Experten der Wildbachverbauung haben die Situation und das Schadausmaß unmittelbar im Beisein des Bürgermeisters von Mailberg, der auch froh ist, dass nicht mehr passierte und die Bauwerke Schutz boten, begutachtet. Die Schadstelle wird zeitnah saniert. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass Wasser immer einen Weg findet, wenn es einen gibt.

Veröffentlicht am 02.08.2019, WLV Sektion WNB