Niederösterreich: Maßnahmen im Loitzenbach aus der Vogelperspektive

Die schutzwasserbaulichen Maßnahmen am Loitzenbach in der Gemeinde Rabenstein konnten weitgehend abgeschlossen werden. Dass der Ortsraum jetzt anders aussieht als vorher, ist am besten aus der Vogelperspektive zu erkennen.

Blick von oben

Drohnenaufnahmen zeigen, dass neben dem Hochwasserschutz die wesentlichen Ziele des Projektes umgesetzt werden konnten. Die sicherheitstechnisch unbefriedigende Zufahrtssituation zum Siedlungsbereich und die Eisenbahnkreuzung im Bereich der Mariazellerbahn wurden entflochten. Die Gewässerökologie wurde verbessert, indem Wanderhindernisse für den Fischbestand im Loitzenbach entfernt wurden. Somit kann auch bei niedriger Wasserführung hinkünftig ein Fischlebensraum bestehen. Der Loitzenbach ist ein wichtiger Naherholungsraum im Zentrum von Rabenstein. Das Gerinne wurde so gestaltet, dass eine engere Vernetzung zum Umland gegeben ist, der Bach soll für die Bevölkerung wieder erlebbar und begehbar werden.

Verlauf der Bauarbeiten

Zu den bautechnischen Besonderheiten des Projektes zählt die Überführung des Mühlbaches durch das Gerinne, also es fließt „drunter und drüber“, der Loitzenbach muss hier über den Mühlbach geführt werden.

Sektionsleiter Christian Amberger und Gebietsbauleiter Eduard Kotzmaier von der Wildbach- und Lawinenverbauung zeigen sich mit dem Verlauf der Bauarbeiten sehr zufrieden und sprechen einen ganz besonderen Dank den Anrainerinnen und Anrainern für ihre Geduld mit den Einschränkungen beim Baubetrieb aus.

Im nächsten Jahr sollen, um möglichst umfassenden Schutz zu gewährleisten, die beiden Wildholz- und Geschiebesperren in den Zubringergerinnen umgesetzt werden. Diese Arbeiten sind mit keinen größeren Einschränkungen für die Anrainer verbunden.

Bürgermeister Kurt Wittmann betont, dass der umfangreiche Hochwasserschutz am Loitzenbach mit dem Rückbau und der Renaturierung des Baches für den Schutz der Häuser im gesamten Verlauf ein großartiges Projekt ist. Gleichzeitig konnte ein Straßenstück und eine Eisenbahnkreuzung eingespart werden, wodurch langfristig und nachhaltig der Erhaltungsaufwand reduziert wird. Das Projekt spiegelt eine großartige Leistung aller Akteure wider, wofür sich Bürgermeister Wittmann herzlich bei Wildbach- und Lawinenverbauung, Land Niederösterreich, NÖVOG und Gemeinde bedankt.

Veröffentlicht am 09.12.2020, WLV Sektion WNB