Tirol: Millionenprojekt am Firschnitzbach abgeschlossen

Der Firschnitzbach in Virgen zeigte schon vor knapp 200 Jahren seine wilden Seiten. Am 28. September 2018 wurde das Schutzprojekt in Osttirol mit einem Investitionsvolumen von rund sechs Millionen seiner Bestimmung übergeben.

Erste Aufzeichnungen über Ereignisse am Firschnitzbach gab es bereits im Jahr 1820. Zahlreiche Ereignisse folgten, bei welchen mehrere Wohnhäuser gefährdet und sogar zerstört wurden. 1953 wurden erste Verbauungsmaßnahmen getroffen, um den Wildbach zu zähmen. Nach dem Murereignis im Jahr 2012 erstellte die Wildbach- und Lawinenverbauung ein umfangreiches Schutzkonzept, welches den hohen, zeitgemäßen Anforderungen entspricht und einen optimalen Schutz bietet.

Mit der Errichtung einer Geschiebedosiersperre sowie eines Lawinenablenkdammes können nun rund 66.000 m³ Geschiebematerial zurückgehalten und der Siedlungsraum nicht nur vor Muren, sondern auch vor Lawinen geschützt werden. Das umfangreiche Schutzkonzept verbessert das Schutzniveau der Bevölkerung in Virgen erheblich. Mit der Fertigstellung der Maßnahmen wird vor allem der Ortskern der Gemeinde langfristig geschützt.

Veröffentlicht am 04.10.2018, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/4)

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