Niederösterreich: Bilanz der Wildbach- und Lawinenverbauung 2019

Im Jahr 2019 wurden in Niederösterreich rund 11 Millionen Euro in den Schutz vor Naturgefahren investiert.

Schutzmaßnahmen in 80 Gemeinden

Mit den eingesetzten Mitteln konnten in 80 Gemeinden diverse Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Der überwiegende Teil der Investitionen kommt lokalen und regionalen Betrieben zugute. Auch das Eigenregiepersonal der Wildbachverbauung ist durchwegs aus strukturschwächeren ländlichen Gegenden, denen krisensichere Arbeitsplätze geboten werden.

Projekte im Jahr 2019

Am Loitzenbach in Rabenstein an der Pielach wurde die gesamte Unterlaufregulierung neu errichtet. Der Loitzenbach ist auch ein wichtiger Naherholungsraum im Zentrum von Rabenstein, Teile des Gerinnes wurden so gestaltet, dass der Bach für die Bevölkerung wieder erlebbar und begehbar ist.

Am Mödlingbach in der Gemeinde Wienerwald wurde das Hochwasserrückhaltebecken zum Schutz der Ortschaften Stangau und Sulz errichtet.

Im Tiefenbach in den Gemeinen Krumbach und Lichtenegg konnte die dringende Absicherung der schon mehrmals von Hochwässern in Mitleidenschaft gezogenen Wohnhäuser und eines Gewerbebetriebes fertig gestellt werden.

Weiters konnte durch die Regulierung der Zubringergerinne die Hinterlandentwässerung des Donauhochwasserschutzes von Marbach weitgehend fertig gestellt werden und der Haglergraben in Sankt Valentin endgültig hochwassersicher gemacht werden.

Ausblick auf 2020

Auch der Ausblick auf das Jahr 2020 ist positiv. Nach intensiven Planungsarbeiten kann endlich der umfassende Hochwasserschutz am Prollingbach in Ybbsitz gestartet werden.

In den Startlöchern steht auch das Projekt am Tannenbach in Weinburg. Beim größten Arbeitgeber des oberen Pielachtales, dem Gewerbebetriebes Constantia Teich in Weinburg kam es im Juli 2016 zu schweren Überflutungen mit einem Schaden in Millionenhöhe und zur Zerstörung der Gemeindestraße.

Weiters sollen der Hochwasserschutz des Sulzbaches im Ortszentrum von Türnitz und der erste Bauabschnitt für den umfassenden Schutz der Gemeinde Pyhra realisiert werden.

Factbox Niederösterreich

  • 338 Gemeinden mit Wildbächen und/oder Lawinen, für alle wurde bereits ein Gefahrenzonenplan erstellt.
  • Rund 2.200 Einzugsgebiete von Wildbächen und Lawinen.
  • 21.000 Schutzbauwerke gegen Wildbäche, Lawinen, Steinschläge und Rutschungen.
  • 2.600 erfasste und dokumentierte Schadereignisse.
  • 110 Millionen Euro Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren in den letzten zehn Jahren.

 

Veröffentlicht am 16.01.2020, WLV Sektion WNB