Der Klimaforschungswald - ein Wald für die nächste Generation

Der Klimaforschungswald befindet sich in der niederösterreichischen Gemeinde Matzen-Raggendorf. Hier wird erforscht, wie der Wald der Zukunft aussieht, welche Anpassungsstrategien an den Klimawandel getroffen werden können und was sich im Ökosystem Wald abspielt.  

Herausforderungen des Klimawandels

Österreich ist ein Waldland: Rund 48 % der Staatsfläche sind bewaldet. Die Wälder erbringen zahlreiche Funktionen, sie sind beispielsweise Lebens- und Wirtschaftsraum und dienen uns zur Erholung.

Unser Wald steht jedoch durch die Auswirkungen des Klimawandels vor großen Herausforderungen. Trockenheit, Extremwetterereignisse und Schädlingsbefall setzen den Beständen zu. Es gilt daher unsere Wälder klimafit zu machen, denn klimaangepasste Wälder tragen maßgeblich zur Risikominimierung bei, da sie Veränderungen leichter ausgleichen können.

Projekt Klimaforschungswald

Die Laufzeit des Projekts ist von 2019 bis 2030 angesetzt und ist eine Kooperation des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), der OMV und des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT). 

Auf rund 5 Hektar im niederösterreichischen Matzen-Raggendorf werden unterschiedliche Baumarten gepflanzt und klimarelevante Messungen durchgeführt. Die vielfältigen Waldfunktionen wie Kohlenstoffspeicherung und Biodiversität werden vom Forschungsteam laufend evaluiert. Ziel ist es, Baumarten und Baumartenzusammensetzungen zu finden, die auch in klimawandelbetroffenen Gegenden gut wachsen und die Waldfunktionen weiterhin erhalten können.

Klimaforschungswald zum Anfassen

Der Klimaforschungswald steht zukünftig auch der Öffentlichkeit für Erholungszwecke zur Verfügung. Zum Spazieren lädt etwa ein Waldlehrpfad ein, der 2021 eröffnet wird. Interessierte Besucherinnen und Besucher können dort mehr über die Natur, die Bedeutung des Waldes und der Artenvielfalt – auch im Hinblick auf Insekten – und die Forschungsarbeit erfahren.

Auf den Kanälen des Klimaforschungswalds auf Instagram und Facebook gibt es Updates rund um die Versuchsflächen. Dort erläutern auch die Expertinnen und Experten des Forschungsteams was gerade passiert, wie der Fortschritt ist und bieten den Leserinnen und Lesern spannende Einblicke in den Klimaforschungswald in Matzen. 

 

Veröffentlicht am 02.11.2020