Offensive zur Erhöhung des Holzbauanteils

Der Rohstoff Holz leistet in vielen Anwendungsmöglichkeiten durch die langfristige Speicherung des Kohlenstoffes einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz. Die Holzbauoffensive aus dem Waldfonds zielt darauf ab zukünftig mehr Neu- und Zubauten in Holzbauweise zu errichten. 

Holzbauoffensive

Österreichs Wald steht aber vor großen Herausforderungen bedingt durch den Klimawandel. Trockenheit und Schädlingsbefall setzen den Waldbesitzern zu, weshalb die Bundesregierung den Waldfonds in Höhe von 350 Millionen Euro eingerichtet hat. Die Holzbauoffensive mit 60 Millionen Euro forciert Neu- und Zubauten in Holzbauweise. 

Vielseitiger Rohstoff Holz

Der Holzvorrat in Österreichs Wäldern nimmt laufend zu. Wir nutzen unter dem Aspekt der nachhaltigen Waldbewirtschaftung weniger Holz als nachwächst. Laut Waldinventur wächst jedes Jahr um 4,2 Millionen Kubikmeter mehr Holz nach als wir nutzen – das entspricht rund 105.000 Einfamilienhäuser aus Holz. Der Wald hat in den letzten zehn Jahren durchschnittlich um 3.400 Hektar je Jahr zugenommen - das entspricht 4.762 Fußballfeldern. Die Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier bietet in über 172.000 Betrieben rund 300.000 Menschen in Österreich Einkommen.

Bauen mit Holz

Holz ersetzt endliche Rohstoffe: Holz ersetzt Produkte und Materialien aus endlichen Rohstoffen und vermeidet dadurch den CO2-Ausstoß, den diese verursachen würden. Dieser sogenannte Substitutionseffekt ist der noch größere Hebel, den Holz im Klimaschutz leisten kann, als die CO2-Bindung im Holz selbst. Der Holzbauanteil verteilt sich derzeit zu 53 % auf Wohnbau (neu errichtete Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Zu- und Umbauten) und zu 47 % auf Nicht-Wohnbau (Öffentliche Bauten, Gewerbe- und Industriebauten, landwirtschaftliche Zweckbauten). Mit der Holzbauoffensive soll dies weiter ansteigen, somit ist unser Wald nicht nur betroffen vom Klimawandel, sondern auch Teil der Lösung.

 

Veröffentlicht am 15.07.2020