2. Termin der Försterstaatsprüfung 2020

In der schriftlichen Projektarbeit war „die Jahresplanung für einen 2.750 ha großen Forstbetrieb an die schwierige Situation auf den Absatzmärkten unter Berücksichtigung der Erhaltung der Liquidität anzupassen“.

Der 2. Termin der diesjährigen Staatsprüfung für den Försterdienst
fand vom 7. bis 10. Juli 2020 an der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach statt.

Es sind 1 Kandidatin und 14 Kandidaten zur Prüfung angetreten.

Die Prüfungskommission bestand aus:

Vorsitzender, SL-Stv. MR. Dipl.-Ing. Dr. Johannes SCHIMA (BMLRT - Sektion für
Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit),

FM Dipl.-Ing. Bernhard TEUFFENBACH (Wirtschaftsführer - Diözese Graz-Seckau),

OFö. Maximilian MORO (Revierleiter - Dreher’sches Forstamt) und

BH. HR. Dr. Alexander MAJCAN (Bezirkshauptmann von Südoststeiermark).

 

Projektthema

Die Projektsaufgabe bestand darin, als Betriebsleiter/in eines 2.750 ha großen
Forstbetriebes in Mittelkärnten die Jahresplanung an die schwierige Situation auf
den Absatzmärkten unter Berücksichtigung der Erhaltung der Liquidität anzupassen.

 

Insbesondere war

  • das Jahresergebnis für den Gesamtbetrieb auf Kostenstellenebene darzustellen,
  • die bestehenden Verpflichtungen zu finanzieren
  • Maßnahmen zur Steuerung der Liquidität des Forstbetriebes zu setzen,
  • die Nutzungsplanung zu gestalten,
  • den Rundholzverkauf zu steuern,
  • die Forstkultur- und Jungwuchspflege zu planen,
  • die jagdwirtschaftliche Bewirtschaftung neu auszurichten,
  • 8 km Forststraßen zu sanieren,
  • eine für die Veräußerung vorgesehene, dislozierten 50 ha große Waldfläche zu bewerten,
  • mögliche forstliche Nebenbetriebe zu entwickeln und
  • die für die Jahresplanung maßgebenden Rechtsbestimmungen aufzuzeigen.

 

Die Prüfung erfordert unterschiedlichste Qualifikationen

Die schriftliche Projektarbeit wurde an den beiden ersten Prüfungstagen durchgeführt.
Dazu standen insgesamt 13 Stunden zur Verfügung.

Am dritten und vierten Prüfungstag fanden die mündlichen Prüfungen statt.

In den ersten 10 Minuten der mündlichen Prüfungen präsentierten die Prüfungskandidaten/in die Schwerpunkte Ihrer Jahresplanung!

Daran anschließend stellte die Prüfungskommission explizite Fragen zu den in den Projekten angesprochenen Fachinhalten und prüfte
darüber hinaus auszugsweise Inhalte der in der Staatsprüfungsverordnung festgeschriebenen 5 Geschäftsbereichen.

 

Ergebnis: Weiße Fahne!

Eine Försterin und vierzehn Förster wurden mit „befähigt“ beurteilt.
 

Resümee

Im Rahmen der Zeugnisverteilung resümierte der Vorsitzende zusammenfassend, dass

  • die besichtigten Bestände gut beschrieben wurden,
  • aus den zur Verfügung gestellten Informationen und erhobenen Daten die richtigen Ansätze für das Projektthema abgeleitet werden
    konnten,
  • alle eine nachvollziehbare Jahresplanung für den Forstbetrieb erarbeitet haben und
  • die gestellten Einzelfragen ausreichend beantwortet wurden.
Veröffentlicht am 17.07.2020, Forstliche Legistik, Rechtspolitik und Berufsqualifikation (Abteilung III/2)