1. Termin der Staatsprüfung für den höheren Forstdienst 2020

Im Zentrum der Prüfung stand „die künftige Betriebsausrichtung eines 3000 ha großen Forstbetriebes im Zeichen des Klimawandels“.

Der 1. Termin der diesjährigen Staatsprüfung für den höheren Forstdienst fand
vom 4. - 6. August 2020 an der FAST Traunkirchen statt.

Es sind 11 Kandidaten zur Prüfung angetreten.

Die Prüfungskommission bestand aus:

Vorsitzender, SL-Stv. MR. Dipl.- Ing. Dr. Johannes SCHIMA (BMLRT - Sektion für
Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit),

FM. Dipl.-Ing. Hannes ÜBLAGGER (Wirtschaftsführer - Öbf-AG., Forstbetrieb Pongau),

Dipl.-Ing. Dr. Bertram LASSNIG (Leiter - Bezirkskammer für Land- und Forstwirtschaft
Judenburg und Murau) und

Mag. jur. Konrad BRANDSTÄTTER (ehem.  Leiter - Abteilung für Agrar-, Forst-, Jagd
und Vetrenärrecht am Amt der Kärntner Landesregierung).


Projektthema

Die Prüfungsaufgabe bestand darin, die künftige Betriebsführung eines 3.000 ha großen
Forstbetriebes im Voralpengebiet im Zeichen des Klimawandels neu auszurichten.

 

Konkret war

  • ein Maßnahmen- und Organisationsplan zur Bewältigung künftiger Schadholzereignisse zu erarbeiten,
  • dem Eigentümer ein Betriebskonzept mit strategischen Eckpunkten für die langfristige Betriebsplanung vorzuschlagen und
  • klare strategische Empfehlungen für die weitere Betriebsführung abzugeben.
     

Die Prüfung erfordert unterschiedlichste Qualifikationen

Die Projektarbeit wurde an den beiden ersten Prüfungstagen durchgeführt, wozu insgesamt 14 Stunden zur Verfügung standen.

Am dritten Prüfungstag fanden die mündlichen Prüfungen statt.
In den ersten 10 Minuten der mündlichen Prüfungen mussten die Prüfungskandidaten im „jährlichen Budgetgespräch“ ihre Betriebskonzepte
dem Eigentümer des Forstbetriebes präsentieren. Daran anschließend stellte die Prüfungskommission explizite Fragen zu den in den
Konzepten angesprochenen Fachinhalten und prüfte darüber hinaus auszugsweise Inhalte der in der Staatsprüfungsverordnung
festgeschriebenen 5 Geschäftsbereiche.
 

Ergebnis: Weiße Fahne!

Dipl.-Ing. Philipp GRUBER (BFI Murau) erlangte ein "mit Auszeichnung befähigt".

Zehn Forstwirte wurden mit „befähigt“ beurteilt.
 

Resümee

Im Rahmen der Zeugnisverteilung resümierte der Vorsitzende SL-Stv. MR. Dr. SCHIMA zusammenfassend, dass die Kandidaten

  • gut vorbereitet waren,
  • den vorgegebenen Forstbetrieb gut analysiert haben,
  • die Ertragspotentiale und Kostensituationen größtenteils gut erkannten,
  • insgesamt praktikable Betriebskonzepte entwickelten,
  • aber einige sich bei der eigentümergerechten Vermittlung ihrer Vorschläge schwer taten.
Veröffentlicht am 03.09.2020, Forstliche Legistik, Rechtspolitik und Berufsqualifikation (Abteilung III/2)