United Nations Forum on Forests - Vorbereitung von UNFF16

Das Waldforum der Vereinten Nationen, kurz UNFF, wurde vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen gegründet und ist diesem zugeordnet. Der Kampf gegen Entwaldung sowie eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sind wesentliche Kernthemen dieser Unterorganisation und werden gemeinsam auf weltweiter Ebene diskutiert. Die Vorbereitungen für das nächste wichtige Meeting Ende April 2021 laufen bereits. 

Das Waldforum der Vereinten Nationen

Das Waldforum der Vereinten Nationen oder auch UN-Waldforum aus dem Englischen United Nations Forum on Forests (UNFF) ist eine Kommission des Wirtschafts- und Sozialrates. Es wurde im Jahr 2000 eingerichtet, um die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder weltweit voranzubringen und die folgenden globalen Waldziele zu erreichen:

  • Stopp der Waldverluste durch nachhaltige Waldbewirtschaftung (SFM = sustainable forest management)
  • Steigerung der Leistungen der Wälder
  • Ausweitung von Waldschutzgebieten
  • Erhöhung der Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit.

Expertendialog Jänner 2021

Im Jänner 2021 haben sich zahlreiche Mitgliedsstaaten des UN-Waldforums angesichts der erschwerten Umstände der Corona-Pandemie zu einem virtuellen Treffen zusammengefunden und einen Expertendialog über die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die nachhaltige Waldbewirtschaftung auf Basis von Regions-Berichten abgehalten. Aus den Berichten und den Diskussionen dieses Expertentreffens ging hervor, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern positiv dazu beitragen kann, viele der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auszugleichen. Der Wert der Wälder für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die Regulierung des Klimas und die Unterstützung der Lebensgrundlagen ist unumgänglich und sollte prioritär behandelt werden.

Durch die Pandemie ist es offensichtlich geworden, dass die Menschheit ein integraler Bestandteil der Natur ist. Der „one health“ – Ansatz, welcher die Fürsorge für die Menschen und den Planeten integriert, soll das neue weltweite Entwicklungsparadigma sein, um zukünftige globale Herausforderungen bewältigen zu können. Überdies sollen nachhaltige forstwirtschaftliche Investitionen global verstärkt werden. Wälder sind nicht nur wichtige Einkommensquellen, sondern reduzieren auch das Risiko zukünftiger Pandemien. Diese lebensnotwendigen Maßnahmen sollten auch auf nationaler Ebene in den diversen Wiederaufbaustrategien integriert werden (proaktive Planung).

UNFF16 - High Level Roundtable im April 2021

Auf der Grundlage des vorangegangenen UNFF15 Meetings und der Ergebnisse des abgehaltenen UNFF Expertenmeetings wird das UNFF16 –Meeting vom 26. bis 30. April 2021 über Videokonferenz abgehalten. Themenschwerpunkte dieser Sitzung werden neben den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Wälder und Forstwirtschaft auch die Verflechtungen zwischen den Global Forest - Zielen und den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, den Sustainable Development Goals (SDG), den Biodiversitätszielen und weiteren internationalen, waldbezogenen Themen sein.

Im Rahmen von UNFF16 wird überdies ein „High Level Roundtable“ stattfinden. Es soll dabei Vertretern nationaler Regierungen und internationaler Organisationen sowie Vertretern aus dem Privatsektor, der Industrie und der Zivilgesellschaft die Möglichkeit gegeben werden, die effektivsten Strategien und Maßnahmen zur Eindämmung der aktuellen, globalen Krise zu diskutieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden eingeladen darüber zu berichten, wie Wälder Teil der Lösung für die aktuellen globalen Krisen sein können. Im Speziellen geht es hierbei um den Klimawandel, den globalen Biodiversitätsverlust, globale Entwaldung und Landdegradierung sowie um die Ungleichheiten und die zunehmende Armut durch die stark anhaltende COVID-19-Pandemie. Außerdem wird es eine Reihe von „Side-events“ im Zuge des UNFF16 Meetings geben. Die Ergebnisse dieses UNFF16 - Meetings werden in einem Resümee zusammengefasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Veröffentlicht am 12.03.2021, Waldpolitik, Waldökonomie und Waldinformation (Abteilung III/1)