Internationaler Tag des Waldes 2021 unter dem Motto „Wiederherstellung von Wäldern"

Der 21. März ist der "Internationale Tag des Waldes", der Ende der 70er Jahre durch die FAO (Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen) ins Leben gerufen wurde. Das diesjährige Motto „Wiederherstellung von Wäldern: ein Weg zur Erholung von Natur und Gesellschaft“ soll die Wichtigkeit der Wiederherstellung der Wälder und Ökosysteme sowie den Beitrag von Wäldern zum menschlichen Wohlergehen - speziell in der COVID-19-Pandemie - kommunizieren.

Die Wälder sind weltweit wesentliche Wirtschafts- und Umweltfaktoren und für viele Menschen Lebensgrundlage und Lebensraum. Rund 31 Prozent der weltweiten Landoberfläche sind mit Wäldern bedeckt – das entspricht einer Fläche von insgesamt 4 Milliarden Hektar.

Der globale Waldverlust betrug zwischen 2010 und 2020 rund 4,7 Millionen Hektar pro Jahr, der Schwerpunkt der Waldverluste lag dabei in den Tropen. In der EU 27 hingegen nahm die Waldfläche durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und die natürliche Ausbreitung des Waldes in den letzten zehn Jahren um rund 0,262 Millionen Hektar jährlich zu.

Wälder in Österreich

Knapp die Hälfte der Fläche Österreichs ist mit Wald bedeckt. Jedes Jahr wachsen rund 30 Millionen Kubikmeter Holz nach. Das entspricht rund 1 Kubikmeter Holz pro Sekunde.

Der Wald mit seinen Wirkungen auf den Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen ist eine wesentliche Grundlage für die ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung Österreichs. Seine nachhaltige Bewirtschaftung, Pflege und sein Schutz sind Grundlage zur Sicherung seiner multifunktionellen Wirkungen hinsichtlich Nutzung, Schutz, Wohlfahrt und Erholung und damit die Eckpfeiler der österreichischen Waldpolitik.

Erholungsraum Wald

Schon ein kurzer Aufenthalt im Wald wirkt sich positiv auf die psychische, physische und soziale Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen aus. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, mit Lockdowns und Einschränkungen im privaten und öffentlichen Leben, haben viele Menschen ihre Freizeit vermehrt im Wald verbracht. Dabei gibt es selbstverständlich auch Regeln zu beachten, über die der Wald Begleiter aufklärt.

Über die Initiative „Green Care WALD erhalten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer eine Plattform die ihnen ermöglicht, ihren Wald für Erholungssuchende entsprechend zu öffnen und damit beizutragen, dass die vielfältigen Möglichkeiten die der Wald den Menschen bietet, verstärkt genützt werden.

Verantwortung

Österreich nimmt die internationale Verantwortung für nachhaltige Waldwirtschaft wahr. Doch der Klimawandel, steigender Schädlingsbefall und nicht zuletzt die Coronakrise setzen ihn und die gesamte Branche zunehmend unter Druck. Die Bundesregierung hat deshalb den Waldfonds, ein Zukunftspaket für die Wälder, geschaffen. Er ist mit 350 Millionen Euro dotiert, bietet vielfältige Fördermöglichkeiten und wird nicht nur die Waldbewirtschaftung, sondern die gesamte Wertschöpfungskette stärken.

Internationale Prozesse

Österreich misst der Wichtigkeit des Waldes nicht nur national große Bedeutung bei, sondern engagiert sich auch in internationalen Prozessen, wie zum Beispiel:

  • UN-Waldforum (United Nations Forum on Forests)
  • EU-Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Wälder in der Welt
  • Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa - Forest Europe
  • EU-Waldstrategie (EUWS)
  • EU-Klimagesetz
  • EU-Biodiversitätsstrategie

Mit seinem strengen Forstgesetz besitzt Österreich weltweit eine Vorreiterrolle – zum Schutz der Wälder und zum Wohle von Mensch und Tier!

Veröffentlicht am 10.02.2021, Waldpolitik, Waldökonomie und Waldinformation (Abteilung III/1)