Öffentliche Konsultation zur neuen EU-Waldstrategie gestartet

Die Europäische Kommission hat am 25. Jänner 2021 die öffentliche Konsultation zur Erarbeitung einer neuen EU-Waldstrategie gestartet. Diese ist in Form eines Online-Fragebogens gehalten, der bis einschließlich 19. April 2021 beantwortet werden kann. Dies entspricht den EU-internen Vorgaben für die bessere Rechtsetzung („better regulation“), nach welchen eine Dauer von 12 Wochen vorzusehen ist.

Die Konsultation soll eine Beteiligung der breiten Öffentlichkeit bei der Festlegung der neuen Strategie und ihrer Ziele ermöglichen und adressiert in erster Line die EU-Bürgerinnen und Bürger sowie interessierte Organisationen bzw. Interessenvertretungen.

Ersatz für die bisherige Strategie

Die künftige EU-Waldstrategie soll die derzeit bestehende Strategie 2014-2020 ersetzen und eine umfassende, koordinierte Behandlung sämtlicher forst-relevanter Aspekte auf EU-Ebene auch weiterhin garantieren. In Ermangelung einer eigenen EU-Forstpolitik liegt der Nutzen einer Strategie vor allem darin, dass eine zwischen den verschiedenen EU-Politikbereichen abgestimmte, kohärente Vorgangsweise gefunden wird, wobei zugleich die Zuständigkeit der EU-Mitgliedstaaten im Bereich der Forstwirtschaft entsprechend berücksichtigt wird. In Österreich wurde die EU-Waldstrategie im Rahmen des Österreichischen Walddialogs mit allen Stakeholdern breit diskutiert und in Form der Waldstrategie 2020+ umgesetzt.

Teil des Green Deal

Die neue EU-Waldstrategie ist Teil des Europäischen Grünen Deals, der übergeordneten Rahmenstrategie der Europäischen Kommission zur Erreichung einer nachhaltigen EU-Wirtschaft. Die Waldstrategie ist dabei eng verknüpft mit anderen EU-Strategien, die waldpolitische Bedeutung aufweisen, wie z.B. der Biodiversitäts- oder der Bioökonomie-Strategie. Außerdem weisen insbesondere die klimapolitischen Vorhaben der EU eine große Bedeutung für die Ausrichtung der EU-Waldstrategie auf.

Die Beantwortung des Fragebogens ist auf der unten verlinkten Website der Europäischen Kommission möglich.

Veröffentlicht am 29.01.2021, Waldpolitik, Waldökonomie und Waldinformation (Abteilung III/1)