Ministerkonferenz der Internationalen Energieagentur in Paris

Am 5. und 6. Dezember trafen die Energieministerinnen und Energieminister der Internationalen Energie Agentur (IEA) unter dem Motto „Building the Future of Energy“ in Paris zusammen. Die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz dient zur zukünftigen Ausrichtung der Organisation.

Neben den Energieministerinnen und Energieministern der IEA Mitgliedstaaten nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Assoziierungsstaaten an der Konferenz teil. Der erste Tag fand zudem unter Teilnahme von hochrangigen Industrievertreterinnen und -vertreter des Energy Business Council statt.

Dieses Jahr wurden unter dem Vorsitz des polnischen Klimaministers Michał Kurtyka aktuelle Megatrends der Energiepolitik behandelt: Energieinvestitionen und –innovation, Kundenbeteiligung und Digitalisierung, Ausweitung und Stärkung der Energiesicherheit, der Weg zu nachhaltigen, innovativen und inklusiven Energiesystemen sowie globale Energie-Governance. Zudem wurde über einen möglichen Rahmen für eine vertiefte strategische Partnerschaft mit Assoziierungsländern diskutiert.

Ministerin Maria Patek wies in ihrer Keynote vor allem auf die sich verändernde Energiewelt und die steigende Bedeutung von erneuerbaren Energien hin: „Der Ausbau und die Integration eines wachsenden Anteils erneuerbarer Energien sowie Innovation und Technologie sind Schlüssel für die Zukunft. Globale Player wie die IEA müssen an der Spitze dieser Entwicklungen stehen.“ Gerade in diesem Zusammenhang kann erneuerbarer Wasserstoff eine wichtige Rolle spielen, so Patek weiter. Daher sei es umso wichtiger, bereits jetzt politische Signale zu setzen: „Wir müssen eine massive Ausweitung der Wasserstoffproduktion fördern und einen funktionierenden globalen Markt schaffen. Dies bedeutet, dass in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen getätigt werden.“

Internationale Energieagentur (IEA)

Die IEA, mit Sitz in Paris, wurde 1974 (Stichwort: Ölkrise) aus der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Koordination der strategischen Ölreserven und zur Verhinderung von Versorgungsengpässen gegründet. Seither haben sich die Aufgaben der Organisation stark verändert und sie ist mittlerweile die international etablierte Anlaufstelle für Informationen, Daten, Statistiken und Analysen zu allen Energieträgern. Der jährlich im November erscheinende World Energy Outlook (WEO) gilt als Standard für die Energiebranche.

Mitglieder der IEA: Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Japan, Korea, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Polen, Portugal Slowakei, Spanien, Schweden, Schweiz, die Niederlande, Türkei, Vereinigtes Königreich, USA

Assoziierte Staaten: Brasilien, China, Indien, Indonesien, Marokko, Singapur, Südafrika, Thailand

Veröffentlicht am 06.12.2019, Telekommunikation, Post und Bergbau (Sektion IV)